Zusammenfassung des Munich Security Report 2026 - Was sollten Unternehmen tun?
Inventarisierung

Zusammenfassung des Munich Security Report 2026 - Was sollten Unternehmen tun?

Für die veränderte Sicherheitslage braucht es mehr digitale Souveränität und letztlich auch mehr hochwertige Daten. Hierbei können auch Tools, wie eine Inventarverwaltung unterstützen und mehr Flexibilität ermöglichen.

Alexander van der Steeg
Alexander van der Steeg Veröffentlicht am 19.02.2026

Der MSC Bericht beschreibt einen weltweiten Trend zur "Abrissbirnenpolitik", die Zerstörung gewachsener politischer Strukturen statt schrittweiser Reformen.

Zentral ist dabei die Abkehr der USA unter Präsident Trump von der Nachkriegsordnung, die dramatische Auswirkungen auf Europa, den Indo-Pazifik, den globalen Handel und die Entwicklungszusammenarbeit hat.

👉 Kernaussagen des Munich Security Report 2026 (MSC)

Folgende Kernaussagen wurden im Bericht definiert:

  • In vielen westlichen Gesellschaften prägen Enttäuschung über demokratische Institutionen und Vertrauensverlust in Reformen das politische Klima
  • Die USA setzen auf transaktionale Deals statt prinzipiengeleiteter Zusammenarbeit
  • Europa erlebt wachsende Unsicherheit durch russische Aggression und zurückhaltendes US-Engagement
  • Das globale Handelssystem wird durch US-Zölle und Chinas marktverzerrende Praktiken untergraben
  • Entwicklungszusammenarbeit leidet unter massiven US-Kürzungen

‼️Anmerkung von Seiten EntekSystems zum MSC Report 2026

Der Munich Security Report gibt Handlungsanweisungen vor, die von führenden Sicherheitsexperten aus einer "Flughöhe" und politischen Überzeugung und Einschätzung der Lage getroffen werden.

Manche der Punkte werden aus Sicht eines Staates, manche aus Sicht eines Großunternehmens getroffen und müssen daher nicht für KMUs in Deutschland bzw. Europa die gleiche Gültigkeit haben,

Für uns als führender Anbieter von IT-Asset-Management-Lösungen aus Deutschland gilt wie immer die Prämisse, dass wir die Argumente fair bewerten und diese in ein neutrales einheitliches und verständliches Bild bringen möchten.

✅ Handlungsanweisung für Technologieunternehmen in Deutschland/Europa

➡️ Strategische Autonomie ausbauen - Warum braucht es mehr Unabhängigkeiten?

Unabhängigkeit ist das neue Gold auf politischer, rechtlicher und technischer Ebene! - Wer frei entscheiden kann, hat massive Wettbewerbsvorteile und kann dadurch ohne Beeinflussung durch Dritte seine Strategie aufbauen.

Alexander van der Steeg - CTO EntekSystems

Damit die Unternehmen frei entscheiden können, müssen die Lieferketten und deren Teilnehmer kontrolliert und auf Risiken geprüft werden.

Innerhalb von Europa braucht es neue Kooperationen und mehr Zusammenarbeit, um hier "Allianzen" aufzubauen.

Technologie muss mehr als Werkzeug betrachtet werden, welches mehr aus der eigenen Hand oder durch wiederum souveräne Partner geliefert werden muss.

Runtergebrochen auf die 3 Kernthemen bedeutet dies:

  • Diversifizierung der Supply Chains: Reduzierung kritischer Abhängigkeiten von USA und China durch geografische Streuung
  • Europäische Tech-Allianzen: Verstärkte Kooperationen mit europäischen Partnern bei Schlüsseltechnologien (KI, Halbleiter, Cloud, Cybersecurity)
  • Eigene technologische Souveränität: Investitionen in europäische Standards und Plattformen

➡️ Verteidigungstechnologie priorisieren - Warum sollten auch KMUs über die passende Cyberstrategie nachdenken?

Cybersicherheit ist das Top Thema für Unternehmen in einer unsicheren Welt geworden! - Für gute Sicherheit braucht es aber Daten, die per Echtzeit genutzt und für gute Entscheidungen jederzeit abrufbar sind.

Aus strategischer Sicht wird geraten auch Technologien aufzubauen, die als sogenannte Dual-Use-Technologie bezeichnet werden. Dies bedeutet, dass es Technologien sind, die nicht nur den Verteidigungsfall, sondern auch den Angriffsfall (z. B. Abwehr von Cyberangriffen und gleichzeitiger Angriff des Hackers um das Risiko abzusenken) mit abdecken.

Unternehmen sollten Cybersecurity als primäres Thema, als eigene Abteilung bzw. zentrale Kompetenz begreifen und in Ihren Strukturen einführen.

Die MSC hat eine strategische (politische) Ausrichtung, wodurch der Hinweis auf Rüstungsunternehmen gelegt wurde. Dies kann bei KMUs auch auf die Zusammenarbeit mit Sicherheitsunternehmen, Cybersecurity-Experten aber auch dem Kauf von Software aus dem IT-Security Umfeld angewendet werden.

Die zentralen 3 Aspekte sind:

  • Dual-Use-Technologien: Entwicklung von Technologien mit zivilen und militärischen Anwendungen
  • Cybersecurity-Kapazitäten: Ausbau von Expertise in Abwehr hybrider Bedrohungen
  • Zusammenarbeit mit Verteidigungssektor: Partnerschaften mit europäischen Rüstungsunternehmen

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➡️ Geopolitisches Risikomanagement - Warum betreffen KMUs viel mehr Themen aus aller Welt?

Früher war die Ansicht, dass Themen aus dem Ausland keinen Einfluss auf das eigene Unternehmen haben. Durch die Globalisierung, technologische Vernetzung und einen stetigen Wandel zu hoch integrierten Lieferketten ist jedes Unternehmen ein Teil des "digitalen Dorfs"!

Compliance wird mit Bürokratie in Verbindung gebracht, ist aber auch ein Thema sich nachhaltig mit Gesetzen, Regelungen und deren Auswirkungen zu beschäftigen.

Durch die vielen "schnellen" Veränderungen durch US-Zölle, technische Vorschriften bei Produkten aller Art (z. B. NIS-2, CRA oder EU-Grundschutz) brauchen Unternehmen mehr denn je einen strategischen Plan, um damit umzugehen.

Jedes Szenario hat einen Effekt auf das eigene Unternehmen, seine Wirtschaftlichkeit, dessen Risiken und auch den Erfolg. Es braucht die passenden Notfall-Pläne, Ideen wie Marketing und Sales auf Veränderungen reagieren können, aber auch eine grundsätzliche Idee, wie man dauerhaft erfolgreich sein kann.

Erfolgreiche Unternehmen sind regional in der Regel verankert und haben ein gutes Netzwerk. Fehlt diese Präsenz ist dies ein klarer Wettbewerbsnachteil und sollte überdacht werden.

Runtergebrochen bedeuten diese 3 Themen:

  • Compliance-Strukturen: Vorbereitung auf volatile Handelsregime und schnell wechselnde Sanktionsregelungen
  • Szenario-Planung: Strategien für verschiedene geopolitische Entwicklungen (weitere US-Abkehr, Eskalation mit China)
  • Regionale Präsenz: Stärkung der Aktivitäten in stabilen Märkten (EU, ausgewählte Indo-Pazifik-Partner)

➡️ Wertebasierte Positionierung - Wofür steht man als Unternehmen in einer vernetzten Welt?

Eine gesellschaftliche Positionierung wird immer wichtiger, um sich gegen politische Einflüsse und Lobbyismus besser schützen zu können.

Kunden wünschen sich von Marken und Unternehmen eine klare Positionierung, gerade in gesellschaftlichen Themen, um eine Orientierung für Werte und Themen zu haben.

In einer Lieferkette braucht es Partner, die gemeinsam nach Regeln und Verträgen arbeiten, damit Kosten eingespart, aber auch Verlässlichkeit garantiert werden kann.

Wenn Unternehmen Ihre Verantwortung wahrnehmen hat dies extrem positive Auswirkungen auf die Mitarbeiterbindung, das Marketing, die Reputation der Marke und auch das Zusammenspiel mit Partnern.

Elementar sind also diese 3 Punkte:

  • Transparenz und Vertrauen: Klare Kommunikation ethischer Standards als Differenzierungsmerkmal
  • Regelbasierte Partnerschaften: Bevorzugung von Partnern, die WTO-Regeln und internationale Standards respektieren
  • Verantwortung zeigen: Engagement für demokratische Werte und nachhaltige Entwicklung als Wettbewerbsvorteil

➡️ Investitionen und Innovation - Hat man eine passende Wachstumsstrategie und gibt es einen Plan für Innovation?

Ohne den passenden Invest in die richtigen (Tech-)Themen kann die Wettbewerbsfähigkeit sinken!

Haben Unternehmen einen Plan für Innovation und damit die Absicherung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit auf dem Plan? - Können die nötigen Talente im Unternehmen gehalten werden und mittelfristig auch gebunden werden?

Es braucht einen klaren Plan, wie Kapital mit Innovation und den passenden Menschen zusammen frei wirken kann. Dies bedeutet auch im Klartext, dass es ein Commitment für mehr digitale Souveränität braucht:

  • F&E-Ausgaben erhöhen: Verstärkte Eigenentwicklung kritischer Technologien
  • Talentsicherung: Programme zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften in Europa
  • Scale-up-Strategien: Wachstumspfade, die weniger von US-Kapital abhängig sind (europäische Fonds, Börsen)

⭐ Fazit - Eine veränderte Welt zwingt jedes Unternehmen zum Handeln

Durch die vielfältigen Daten, deren Betrachtung auch über die IT-Welt hinaus und der Notwendigkeit flexible Szenarien abbilden zu müssen, brauchen Unternehmen einfache Tools mit hoher Anpassbarkeit.

Einige der Themen aus diesem Artikel können extrem gut durch eine Inventarverwaltung unterstützt werden und den Unternehmen in einer immer unsicheren Welt mehr Möglichkeiten geben.

Es wird dauerhaft darauf ankommen, wer die besten Entscheidungen mit den notwendigen Daten schnell und effizient treffen wird!

Alexander van der Steeg
Alexander van der Steeg Autor

CTO

Herr van der Steeg ist bei der EntekSystems als Chief Technology Officer für alle Belange der Produktentwicklung und technischen Konzeption verantwortlich.

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