Warum digitale Souveränität und eine gute Inventarverwaltung zusammen gehören? - Wie schätzt der Bitkom dies ein?
Inventarisierung

Warum digitale Souveränität und eine gute Inventarverwaltung zusammen gehören? - Wie schätzt der Bitkom dies ein?

Digitale Souveränität bedeutet, dass Länder oder Unternehmen ihre digitalen Technologien selbst kontrollieren und unabhängig von Importen agieren. Eine Inventarverwaltung verschafft Überblick über Hardware, Software und Lizenzen, spart Kosten, erhöht die Sicherheit und reduziert Abhängigkeiten.

Alexander van der Steeg
Alexander van der Steeg Veröffentlicht am 09.12.2025

ℹ️ Überblick über den Bitkom Artikel

Digital souverän ist ein Land, das eigene substanzielle Fähigkeiten in digitalen Schlüsseltechnologien besitzt und selbstbestimmt darüber entscheiden kann, aus welchen Ländern es digitale Technologien bezieht.

Bitkom - Pressemitteilung zu "Europas Weg in die digitale Souveränität"

Der Verband Bitkom veröffentlicht eine Presseinformation mit dem Titel „Europas Weg in die digitale Souveränität“.

Wesentliche Punkte sind:

  • 89 % der befragten Unternehmen in Deutschland, die digitale Güter oder Leistungen importieren, sehen sich abhängig, 51 % sogar „stark abhängig“.
  • Nur 4 % dieser Unternehmen können danach dauerhaft überleben, wenn die Digitalimporte komplett wegfielen.
  • Deutschland und Europa beziehen nahezu alle digitalen Technologien oder Dienstleistungen aus dem Ausland: 96 % der Unternehmen nutzen Importe.
  • Wichtigste Herkunftsländer: USA, China, Taiwan.
  • Vertrauenswerte spielen eine Rolle: Das Vertrauen der deutschen Wirtschaft in die USA und China ist rückläufig.
  • Forderungen an Politik und Wirtschaft: Aufbau eigener Schlüsseltechnologien (z. B. KI, Quanten­computing), Investitionen in Infrastruktur, Cloud‑ und Rechenzentrumskapazität, und engere deutsch‑französische Kooperation.

👍Die Bedeutung der digitalen Souveränität für Unternehmen in Deutschland

ℹ️ Definition und Kontext - Was ist wichtig?

Die aktuelle Situation zeigt erhebliche Abhängigkeiten: Hardware, Software, Cloud‑Services werden überwiegend im Ausland bezogen (Endgeräte 93 %, Bauteile 74 %, Software 72 %), was Verwundbarkeiten schafft.

Warum ist Souveränität so relevant?

✅ Lieferkettenrisiken - Jeder hängt mit jedem zusammen!

Wenn z. B. ein wichtiger Herstellerchip nur in Taiwan gefertigt wird und dort durch politische Spannungen gestört würde, trifft das direkt Industrien in Deutschland.

✅ Geopolitische Risiken - Die Welt ist ein Dorf!

Vertrauen in Partnerländer sinkt (z. B. in USA oder China), wodurch auch digitale Route, Lizenzierung oder Datenflüsse instabiler werden können.

✅ Wettbewerbsfähigkeit - Jeder einzelne muss seine Stärken kennen!

Wer Technologien nur nutzt, aber nicht mitentwickelt oder produziert, gerät ins Hintertreffen. Die Entwicklung und die Innovation sowie Wertschöpfung bleiben oftmals im Ausland.

✅ Datensouveränität und Sicherheit - Wie gut sind Daten und Unternehmen geschützt?

Bei starker Abhängigkeit von externen Anbietern besteht das Risiko, dass Datenzugänge, Wartung, Updates oder Kontrolle nicht vollständig in eigenen Händen sind.

✅ Selbstbestimmung - Ist man fremdgesteuert oder kann man autark handeln?

Digitale Infrastruktur und Dienste beeinflussen stark gesellschaftliche, wirtschaftliche und staatliche Prozesse. Eine Region, die hier stark fremdbestimmt ist, hat weniger Handlungsspielraum.

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👉 Warum eine gute Inventar‑ / Asset­verwaltung Vorteile bringt

Inventarverwaltung im Sinne von IT‑Assets, Software‑Lizenzen, Hardware, Cloud‑Services, Daten­beständen etc., ist ein Teilaspekt einer digitalen Strategie und unterstützt die digitale Souveränität. Hier sind die wichtigsten Vorteile:

Effizienzsteigerung - Was kann gespart werden?

  • Transparenz: Man weiß genau, welche Geräte, Systeme, Lizenzen vorhanden sind. Somit können Redundanzen, ungenutzte Ressourcen oder Überbestände erkannt werden.
  • Kostenkontrolle: Nicht ausgelastete oder veraltete Assets können abgeschaltet oder ersetzt werden; Wartungs‑ und Lizenzkosten sinken.
  • Schnellere Entscheidungen: Wenn der Status aller digitalen Ressourcen bekannt ist, können Investitionen gezielter erfolgen.

Risikominderung - Wie senke ich generell Risiken?

  • Sicherheitsrisiken: Veraltete oder nicht inventarisierte Hardware/Software kann Sicherheitslücken enthalten. Gute Inventarverwaltung hilft, diese Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben.
  • Compliance und Lizenzierung: Nicht registrierte Software oder unbekannte IT‑Geräte erhöhen das Risiko von Lizenz-Verstößen, Haftung oder unerwarteten Kosten.
  • Abhängigkeiten erkennen: Wenn z. B. bestimmte Technologie‑Komponenten stark nach außen importiert oder von wenigen Anbietern abhängig sind, zeigt eine Inventarliste diese Abhängigkeit und erlaubt strategisches Handeln.

Grundlage für Souveränität und strategische Planung - Gibt es einen 360 Grad Blick?

  • Asset‑Bestandsaufnahme als Fundament: Bevor eine Region oder ein Unternehmen unabhängiger werden kann, muss klar sein, womit es derzeit arbeitet.
  • Identifikation von Schlüsseltechnologien: Welche Technologien sind kritisch? Welche werden importiert? Welche könnten intern entwickelt oder ersetzt werden? Inventarverwaltung macht diese Fragen sichtbar.
  • Optimierung der Infrastruktur: Wenn bekannt ist, welche Systeme vorhanden sind, lässt sich entscheiden, ob eigene Cloud‑Infrastruktur aufgebaut, alternative Anbieter gewählt oder Open‑Source‑Lösungen implementiert werden sollten – alles im Sinne der digitalen Souveränität.
  • Skalierbarkeit & Agilität: Mit Überblick über das Inventar kann schneller reagiert werden auf Markt‑ oder politische Veränderungen (z. B. Ausfall eines Lieferanten, neue regulatorische Anforderungen).

🤝 Verbindung der beiden Themen: Digitale Souveränität & Inventarverwaltung

Die Verbindung besteht darin, dass digitale Souveränität nicht nur ein abstraktes Ziel ist, sondern konkrete Umsetzungsschritte erfordert, z. B. ist die Einführung einer Inventarverwaltung ein solcher Schritt:

  • Um unabhängiger von externen Technologien und Anbietern zu werden, muss zunächst die aktuelle Abhängigkeit sichtbar sein (z. B. über welches Hardware‑/Software‑Portfolio, über welche Lieferanten).
  • Dann kann gezielt aufgebaut werden: eigene Lösungen, alternative Lieferketten, Open‑Source‑Technologien. Ohne Inventarverwaltung ist dies ein Blindflug.
  • Strategische Investitionen (z. B. Aufbau eigener Rechenzentren, eigener Cloud‑Lösungen) benötigen die Datenlage über das vorhandene Inventar und die bestehenden Abhängigkeiten.
  • Eine moderne Inventarverwaltung kann auch Teil der digitalen Souveränität sein: z. B. durch Nutzung eigener Tools, eigener Standards, eigener Infrastruktur statt fremder geschlossener Systeme.

📃 Fazit - Digitale Souveränität und eine Inventarverwaltung gehören zusammen!

Der Bitkom‑Artikel zeigt eindrücklich, wie stark deutsche Unternehmen derzeit von digitalen Importen abhängig sind!

Technologisch, wirtschaftlich und strategisch ist der Standort in Deutschland aber auch Europa durchaus gefährdet. Die Forderung nach mehr digitaler Souveränität ist daher mehr als gerechtfertigt.

Gleichzeitig ist eine gute Inventar‐ bzw. Assetverwaltung ein konkreter Hebel, mit dem Unternehmen und Länder beginnen können, ihre digitale Autonomie zu stärken: Transparenz schaffen, Abhängigkeiten reduzieren, Kosten senken, Sicherheit erhöhen, strategische Handlungsmöglichkeiten erweitern.

Alexander van der Steeg
Alexander van der Steeg Autor

CTO

Herr van der Steeg ist bei der EntekSystems als Chief Technology Officer für alle Belange der Produktentwicklung und technischen Konzeption verantwortlich.

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