Ein Jahr Trump verändert die digitale Welt: Geopolitik, Technologie und Souveränität verschieben sich. Europa muss seine digitale Zukunft neu definieren und braucht dafür positiven Optimismus.
Ein Jahr, in dem nicht nur die US-Politik tiefgreifend neu ausgerichtet wurde, sondern dadurch auch die globale Technologie- und Digitalisierungslandschaft starken Verwerfungen unterlag.
Für ein technologiegetriebenes Unternehmen wie der EntekSystems GmbH ist diese Entwicklung weit mehr als ein politisches Ereignis, denn es bedeutet strukturelle Veränderungen in Geschäftsmodellen, geopolitischen Risiken und Chancen gleichermaßen.
Die zweite Amtszeit Trumps wurde durch eine aggressive „America First“ Außen- und Technikpolitik geprägt, die transatlantische Allianzen herausfordert und alte Sicherheitspartnerschaften neu definiert, nicht selten zugunsten nationaler Interessen der USA.
Diese Politik hat zu Spannungen mit Europa geführt und den Ruf nach europäischer strategischer Autonomie, besonders in digitalen Angelegenheiten, verstärkt.
Ein aktuelles Beispiel ist der Konflikt um Grönland, der selbst NATO-Partner destabilisiert und damit die Frage aufwirft, in welchem Maße die USA als verlässlicher Partner im Sicherheits- wie auch im digitalen Bereich wahrgenommen werden.
Neben politischen Spannungen hat sich ein realer Wettbewerb um technologische Vorherrschaft herausgebildet, in dem nicht nur China als strategischer Rivale der USA gilt, sondern auch Europa zunehmend eigene technologische Wege gehen will.
Diese Debatten um digitale Souveränität und strategische Unabhängigkeit stehen seit Monaten im Zentrum der EU-Politik.
Im Inland haben Trumps Maßnahmen den digitalen Markt in den USA tief greifend transformiert:
Für Unternehmen bedeutet dies: ein stärker innovationsorientierter, aber auch volatiler Markt, in dem technologische Leadership durch Geschwindigkeit – und nicht durch regulatorische Voraussicht – definiert wird.
Deutsche und europäische Firmen stehen seit dem Amtsantritt Trumps vor zusätzlichen Risiken: Laut Bitkom erwartet ein Großteil der deutschen Unternehmen negative Auswirkungen auf ihre Geschäfte durch neue US-Politiken, besonders was digitale Technologien, Cloud-Services oder High-Tech-Importabhängigkeiten angeht.
Diese Entwicklung beschleunigt Debatten über:
Einige Stimmen in Brüssel sehen in der digitalen Souveränität eine neue Form strategischer Autonomie – inklusive Einschränkungen gegenüber dominierenden US-Plattformen und Services.
Für EntekSystems steht fest: Die digitale Transformation Europas darf nicht länger allein auf externen technologischen Ökosystemen beruhen.
Chancen sollten fair bewertet und vor allem in Angriff genommen werden. Technologische Veränderungen müssen berücksichtigt und schnell integriert werden, sofern dies zeitnah möglich ist!
Herausforderungen sollten als Aufgabe und nicht als Blocker betrachtet werden! - Unternehmen, die politische und technologische Herausforderungen angehen, haben eine erhöhte Chance aus Krisen oder wirtschaftlich unsicheren Zeiten gestärkt raus zu kommen.
Das vergangene Jahr hat gezeigt: Politik und Technologie sind untrennbar geworden.
Für deutsche Tech-Unternehmen bedeutet die neue globale Lage eine doppelte Aufgabe: Innovativ voranschreiten und zugleich digitale Resilienz schaffen.
Wir raten mit der nötigen positiven Einstellung und der Annahme der kommenden Herausforderungen die eigene technologische Landkarte neu zu definieren. Wenn ein Umschwung nötig ist, dann sollte dieser mit den richtigen europäischen souveränen Partnern jetzt stattfinden und zu besserer Wettbewerbsfähigkeit führen!
CTO
Herr van der Steeg ist bei der EntekSystems als Chief Technology Officer für alle Belange der Produktentwicklung und technischen Konzeption verantwortlich.
Kombiniert Hardware, Lizenzen, Verträge, Bestellungen und vieles mehr in einem System.
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