Steigende IT-Budgets in Europa erhöhen den Druck auf Unternehmen. KI und Cloud treiben die Kosten und machen eine präzise Inventarverwaltung unverzichtbar.
Die IT-Ausgaben in Europa werden laut einer neuen Prognose des Marktforschungsunternehmens Gartner, Inc. auch in den kommenden Jahren kräftig wachsen. Für 2026 erwartet Gartner ein Gesamtvolumen von rund 1,4 Billionen US-Dollar, was einem Plus von 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Bereits 2025 haben sich die Investitionen auf etwa 1,3 Billionen US-Dollar belaufen.
Ein besonders starkes Wachstum verzeichnet der Markt für generative KI. Für diesen Bereich sagt Gartner ein Ausgabenplus von 78 Prozent voraus. Zudem wird erwartet, dass bis 2027 rund 35 Prozent der Länder an regionale, speziell angepasste KI-Plattformen (wegen der zunehmenden Regulierung und Fragmentierung des Marktes) gebunden sein werden.
KI, Cloud und Cybersecurity treiben die IT-Budgets europäischer Unternehmen im Jahr 2026 maßgeblich an.
Trotz knapper Budgets und geringem Personalwachstum würden CIOs verstärkt in Software investieren, um Zugang zu neuen KI-Funktionen ihrer Anbieter zu erhalten.
Auch die Ausgaben für öffentliche Cloud-Dienste sollen 2026 um 24 Prozent steigen, beeinflusst durch die wachsende Bedeutung digitaler Souveränität und die Verlagerung von Cloud-Strukturen in regionale Nähe.
Während des Gartner IT Symposium/Xpo beleuchten die Analysten, wie CIOs ihre Budgets in den kommenden Jahren priorisieren.
Software steht dabei weiterhin ganz oben auf der Agenda, da Unternehmen intelligente, effiziente und personalisierte Anwendungen benötigen. Hinzu kommen Preisanstiege in sämtlichen Softwarekategorien, die das Gesamtwachstum verstärken.
Für seine IT-Ausgabenprognosen analysiert Gartner die Umsätze von mehr als tausend Anbietern aus allen Bereichen der IT.
Primäre Marktforschung wird durch sekundäre Quellen ergänzt, um eine umfassende Datenbasis zu schaffen. Die quartalsweise aktualisierten Ausgabenprognosen dienen Unternehmen als Orientierung bei strategischen Entscheidungen und zeigen Entwicklungen und Chancen in den Bereichen Hardware, Software, Services und Telekommunikation auf.
| Kategorie | Ausgaben 2025 | Ausgaben 2026 |
|---|---|---|
| Data Centre Systems | 83.632 | 99.335 |
| Devices | 143.668 | 158.193 |
| Software | 290.235 | 335.409 |
| IT Services | 490.398 | 539.927 |
| Communications Services | 277.826 | 294.988 |
| Insgesamt IT | 1.285.760 | 1.427.852 |
Auch der Gerätemarkt soll 2026 wachsen. Hersteller statten ihre Produkte zunehmend mit KI-Funktionen aus und erhöhen zugleich die Preise, um die Mehrkosten spezieller Hardware zu decken.
Der Ausbau einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur bleibt ebenfalls entscheidend. Der Bedarf an KI-optimierten Servern steigt rapide:
In Europa sollen die Ausgaben dafür 2026 rund 46,8 Milliarden US-Dollar erreichen (2025: 39,3 Milliarden US-Dollar). Im Vergleich dazu liegen die prognostizierten Investitionen in Nordamerika bei 170 Milliarden US-Dollar und in China bei 67 Milliarden US-Dollar – Europa bleibt damit deutlich zurück.
Lovelock betont, dass Europa unter hohem regulatorischem Druck steht:
Regulierung, geopolitische Spannungen und nationale Sicherheitsinteressen führen dazu, dass europäische Länder zunehmend eigene KI-Systeme aufbauen wollen, um weniger abhängig von ausländischen Plattformen zu sein.
Deshalb würden KI-Plattformen für Europa immer stärker Teil kritischer nationaler Infrastruktur.
Bis 2027 erwartet Gartner, dass sich die Zahl der Länder, die an regionale KI-Plattformen gebunden sind, von heute 5 auf 35 Prozent erhöhen wird. Hintergrund sei vor allem der politische Druck auf große Cloud-Anbieter, enger mit lokalen Unternehmen zu kooperieren und regionale wie regulatorische Anforderungen zu erfüllen.
Kombiniert Hardware, Lizenzen, Verträge, Bestellungen und vieles mehr in einem System.
Mit den stark wachsenden IT-Budgets, insbesondere bei Hardware, Cloud-Services und Softwarelizenzen, rückt ein Bereich in den Vordergrund, der in vielen Unternehmen bislang unterschätzt wird: die digitale Inventarverwaltung.
Unternehmen betreiben heute eine Mischung aus On-Premises-Systemen, Multi-Cloud-Umgebungen, hybriden Netzwerken und zunehmend KI-optimierter Hardware. Ohne ein präzises Inventarsystem fehlt der Überblick über Assets, deren Lebenszyklen, Risiken und Kosten.
Da Software- und Hardwarepreise steigen, wird es für CIOs wichtiger, überqualifizierte oder ungenutzte Ressourcen zu identifizieren, etwa doppelte Lizenzen, verwaiste Cloud-Instanzen oder selten genutzte Geräte.
Mit der zunehmenden Regulierung im KI-Bereich und strengeren europäischen Datenschutzanforderungen müssen Unternehmen belegen können, wo welche Systeme laufen, welche Daten verarbeitet werden und welche KI-Modelle welche Informationen nutzen.
KI-Modelle erfordern neue Hardware, integrierte Softwaremodule und passende Cloud-Ressourcen. Eine saubere Inventarverwaltung erleichtert die Planung, Skalierung und Integration dieser Technologien.
Nicht nur wegen den steigenden IT-Ausgaben setzen Unternehmen zunehmend auf:
Der Mehrwert ist klar: Unternehmen, die ein strukturiertes Inventarmanagement etablieren, reduzieren erfahrungsgemäß 10 bis 30 Prozent ihrer unnötigen IT-Kosten – ein wichtiger Faktor angesichts zweistelliger Ausgabensteigerungen im europäischen Markt.
Steigende IT-Ausgaben lassen sich mit einer strukturierten Inventarverwaltung deutlich besser kontrollieren und steuern.
Durch die zentrale Erfassung aller Hard- und Softwarebestände, ihrer Nutzung, Kosten und Lebenszyklen entsteht vollständige Transparenz über die tatsächlichen IT-Ressourcen eines Unternehmens.
So können Verantwortliche schnell erkennen, wo unnötige Kosten entstehen, etwa durch ungenutzte Lizenzen, doppelte Anschaffungen, veraltete Geräte oder überdimensionierte Cloud-Services.
Eine präzise Inventarverwaltung ermöglicht es zudem, Budgets realistischer zu planen, Ausgaben besser zu priorisieren und Investitionen zielgerichtet dort zu tätigen, wo sie den größten geschäftlichen Nutzen bringen.
In Zeiten rasant wachsender IT-Budgets ist sie damit ein zentrales Instrument, um Effizienz zu steigern und finanzielle Risiken zu reduzieren.
CTO
Herr van der Steeg ist bei der EntekSystems als Chief Technology Officer für alle Belange der Produktentwicklung und technischen Konzeption verantwortlich.
Kombiniert Hardware, Lizenzen, Verträge, Bestellungen und vieles mehr in einem System.
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