So gelangen Sie Schritt-für-Schritt zu einer vollständigen Inventarliste. Mit Praxis-Tipps & Beispielen.
Eine Inventarliste liefert einen Überblick zu allen relevanten Anlagegütern sowie für das Unternehmen intern relevante Gegenstände. Dabei werden auch Zusatzinformationen wie z.B. Hersteller, Modell sowie die Seriennummer erfasst.
Zum einen gibt es gesetzliche Anforderungen, welche Artikel auf einer Inventarliste enthalten sein müssen:
Auf der anderen Seite ist es in der Praxis aber immer sinnvoll, sich auch Gedanken über (kleine) Gegenstände mit großer Bedeutung für die Abläufe im Unternehmen oder der Organisation zu machen:
Hierunter fallen beispielsweise auch immaterielle Güter, die bestenfalls auf einer separaten Inventarliste aufgelistet und erfasst werden:
Welche Artikel im Detail erfasst werden sollten, haben wir für Sie im Artikel Was muss alles inventarisiert werden? nochmals zusammengestellt.
In der Regel wird eine Inventarliste mindestens einmal jährlich erstellt. Die meisten kennen dies von der lästigen Inventur, die häufig außerhalb der regulären Geschäftszeiten stattfindet und viel Zeit in Anspruch nimmt.
Wir propagieren daher schon seit vielen Jahren den Ansatz einer permanenten Inventur, welche nicht nur für verlässlichere & aktuellere Daten sorgt, sondern auch die Inventuraufwände drastisch minimiert.
Häufig wird die Erstellung einer Inventarliste bei der Buchhaltung oder auch der IT angesiedelt. Dies führt in der Praxis aber häufig zu Lücken und einer unfairen Arbeitsverteilung im Unternehmen.
Prinzipiell sollte jeder Fachbereich für seine selbst genutzten Inventargegenstände verantwortlich sein und zumindest an der korrekten Erstellung einer Liste oder - noch besser - einem automatischen Abgleich mithelfen.
Die Erstellung einer Inventarliste ist somit ein abteilungsübergreifendes Projekt:
Gerade der Einbezug der Mitarbeiter selbst gewinnt in Zeiten verteilter Arbeitsstrukturen sowie Remote-Work eine immer größere Bedeutung. Viele Gegenstände befinden sich dadurch an Standorten, die im Rahmen einer regulären Inventur andernfalls gar nicht erfasst werden könnten.
Wie bereits im einleitenden Abschnitt angemerkt, gibt es vor allem für "intelligente" Gegenstände wie z.B. IT-Ausstattung die Möglichkeit einer automatischen Inventarisierung.
Aber an dieser Stelle muss nicht direkt Schluss sein. Häufig sind vor allem Verträge, Schlüssel und andere Güter bereits in Drittsystemen vollständig erfasst und können relativ schnell überführt werden. Hier einige Beispiele:
Tipp für ITler: Wer ein Inventarsystem mit REST API verwendet, kann über das frei verfügbare Automatisierungstool n8n sehr einfach unterschiedliche Systeme und Datenquellen miteinander verbinden.
Kombiniert Hardware, Lizenzen, Verträge, Bestellungen und vieles mehr in einem System.
Es gibt hierbei keine allgemeingültige Vorlage, die für alle Organisationen gleichermaßen gut passt. Jedoch sollten aus unserer Sicht mindestens die nachfolgenden Informationen auf der Inventarliste erfasst bzw. laufend kontrolliert werden:
Natürlich kann eine Inventarliste auch behelfsmäßig in Microsoft Excel angelegt werden. Langfristig gesehen führt dies aber nur zu Ärger:
Sie werden sich jetzt wahrscheinlich auch berechtigterweise fragen, welchen Nutzen Sie bei der ganzen Arbeit der Erstellung überhaupt haben?
Nun, die Liste der Vorteile ist lang, wenn man weiß, wie man die erfassten Daten in der täglichen Arbeit nutzen kann. Wir haben Ihnen hierzu einige Beispiele aus der Praxis mitgebracht, welche vor allem die Zeitersparnis bei häufigen und einfachen Aufgaben verdeutlichen:
Viele der Vorteile ergeben sich später in der täglichen Nutzung der Liste und den Vorzügen einer gelebten permanenten Inventur im Unternehmen. Dies reduziert zum einen die Abstimmungsaufwände zwischen den Abteilungen, sorgt aber auch über alle Disziplinen hinweg für höhere Transparenz und Geschwindigkeit.
Die Erstellung einer Inventarliste ist kein Hexenwerk, muss aber immer mit der nötigen Weitsicht auch über Abteilungsgrenzen hinweg geplant & durchgeführt werden.
In 2026 sollte man hierbei auf ein zentrales System zur Inventarverwaltung statt eine Vielzahl an altmodischen Excel-Listen setzen. Gerade durch Automatisierungs- und Verknüpfungsmöglichkeiten lassen sich damit in der Praxis Potentiale heben und Arbeitszeit einsparen.
Mit einem Ansatz der permanenten Inventur spart man sich zudem die lästige und häufig fehleranfällige jährliche Inventur und hat dadurch eine stets aktuelle und nutzbare Inventarliste.
Geschäftsführer / CEO
Gründer und Geschäftsführer der EntekSystems GmbH. Herr Kostka verantwortet bei uns die Bereiche technischer Vertrieb und Leitung des Tagesgeschäfts.
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