Die Lizenzierung von Microsoft SQL Servern gehört zu den komplexeren Themen im Microsoft-Umfeld. Insbesondere bei Virtualisierung, Software Assurance und den verschiedenen Lizenzmodellen entstehen häufig Fragen.
SQL Server 2025 ist die aktuelle Version des relationalen Datenbankmanagementsystems von Microsoft. Sie dient zum Speichern, Verwalten und Analysieren großer Datenmengen für Unternehmensanwendungen und baut auf den Stärken früherer Versionen in den Bereichen Sicherheit, Leistung und Hochverfügbarkeit auf.
Neu hinzugekommen sind insbesondere integrierte KI-Funktionen, erweiterte Such- und Analysemöglichkeiten (z. B. für semantische und Vektor-Suchen), verbesserte Entwicklerwerkzeuge sowie eine engere Integration mit Cloud- und Hybridumgebungen wie Azure.
Damit positioniert Microsoft SQL Server 2025 als „AI-ready“-Datenbankplattform für moderne Anwendungen und Datenlösungen.
Im Vergleich zu SQL Server 2022 wurden die grundlegenden Lizenzierungsregeln nicht verändert.
Unternehmen müssen daher weiterhin die seit 2022 geltenden Vorgaben beachten, insbesondere bei virtualisierten Umgebungen. Dazu gehört unter anderem, dass die Core-Lizenzierung virtueller SQL-Server nur in Verbindung mit aktiver Software Assurance (SA) oder einer entsprechenden CSP-Subscription zulässig ist.
Microsoft bietet SQL Server 2025 hauptsächlich in zwei Editionen an:
Die Wahl hängt vor allem von Leistungsanforderungen, Verfügbarkeitszielen und dem geplanten Virtualisierungsgrad ab.
SQL Server kann über verschiedene Programme erworben werden:
Die einzelnen Modelle unterscheiden sich hinsichtlich Laufzeit, Upgrade-Rechten, Virtualisierungsrechten und Flexibilität.
Grundsätzlich gelten die SQL Server-Lizenzen sowohl für Installationen unter Windows als auch unter Linux. Zusätzliche Linux-spezifische Lizenzen sind nicht erforderlich.
Für virtuelle Maschinen oder Container gibt es grundsätzlich zwei Ansätze:
Die Lizenzierung erfolgt anhand der zugewiesenen virtuellen Prozessorkerne (vCores). Voraussetzung ist eine aktive Software Assurance oder CSP-Subscription.
Jede SQL-Server-Instanz benötigt eine Serverlizenz. Zusätzlich müssen alle Benutzer oder Geräte, die auf den Server zugreifen, über entsprechende CALs verfügen.
Kombiniert Lizenzen, Verträge, Erinnerungen und vieles mehr in einem System.
Dieses Modell eignet sich besonders für Umgebungen mit einer begrenzten Anzahl von Anwendern.
Erforderlich sind dabei:
Dabei kann zwischen User CALs und Device CALs gewählt werden. Eine CAL berechtigt zum Zugriff auf mehrere entsprechend lizenzierte SQL-Server.
Bei der Core-Lizenzierung werden die Prozessorkerne des Servers beziehungsweise die virtuellen Kerne einer VM lizenziert.
Wichtige Regeln sind hierbei:
Dieses Modell eignet sich besonders für stark ausgelastete oder öffentlich zugängliche Datenbanksysteme.
Die Version der CAL muss mindestens der Version des eingesetzten SQL Servers entsprechen. Eine neuere CAL darf auf ältere Server zugreifen, umgekehrt ist dies jedoch nicht zulässig.
Software Assurance umfasst deutlich mehr als nur Versions-Upgrades.
Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:
Viele dieser Vorteile werden inzwischen auch über bestimmte CSP-Subscription-Modelle bereitgestellt.
Unternehmen mit SQL Server Enterprise und aktiver SA oder CSP-Subscription können sämtliche physischen Kerne eines Hosts lizenzieren. Anschließend dürfen auf diesem Host beliebig viele SQL-Server-VMs oder Container betrieben werden.
Dieses Modell lohnt sich besonders in stark virtualisierten Rechenzentren mit vielen Datenbankinstanzen.
Ohne Software Assurance dürfen SQL-Server-Lizenzen in der Regel nur alle 90 Tage auf einen anderen Server übertragen werden.
Mit aktiver SA werden diese Einschränkungen deutlich gelockert. Dadurch können Workloads innerhalb einer Serverfarm flexibler verschoben werden. Zudem werden bestimmte Cloud- und Hosting-Szenarien unterstützt.
Für Hochverfügbarkeitslösungen gelten besondere Regeln: Verfügt die produktive SQL-Server-Instanz über aktive Software Assurance oder eine CSP-Subscription, können passive Failover-Instanzen unter bestimmten Voraussetzungen ohne zusätzliche Lizenzkosten betrieben werden.
Diese passiven Systeme dürfen jedoch keine produktiven Datenbank-Workloads ausführen. Zulässig sind beispielsweise Überwachungsaufgaben oder Backup-Prozesse.
Die Wahl des richtigen SQL-Server-Lizenzmodells hängt maßgeblich von der Anzahl der Nutzer, dem Virtualisierungsgrad und den Anforderungen an Verfügbarkeit und Skalierbarkeit ab.
Während kleinere Umgebungen häufig mit dem Server/CAL-Modell wirtschaftlich betrieben werden können, profitieren größere und stark virtualisierte Infrastrukturen meist von einer Core-Lizenzierung in Kombination mit Software Assurance oder CSP-Subscriptions.
Damit eine reibungslos Bewertung der passenden Lizenzierung möglich ist, sollten Sie dauerhaft Daten aus einem Software-Asset- oder IT-Asset-Management verwenden. Hierbei werden Daten und Metriken sauber verknüpft und letztlich eine hochwertige Entscheidung für Ihr Ökosystem jederzeit machbar.
CTO
Herr van der Steeg ist bei der EntekSystems als Chief Technology Officer für alle Belange der Produktentwicklung und technischen Konzeption verantwortlich.
Kombiniert Lizenzen, Verträge, Erinnerungen und vieles mehr in einem System.
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