SQL Server 2025 Lizenzierung: Die wichtigsten Fragen und Antworten
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SQL Server 2025 Lizenzierung: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Die Lizenzierung von Microsoft SQL Servern gehört zu den komplexeren Themen im Microsoft-Umfeld. Insbesondere bei Virtualisierung, Software Assurance und den verschiedenen Lizenzmodellen entstehen häufig Fragen.

Alexander van der Steeg
Alexander van der Steeg Veröffentlicht am 04.08.2026

ℹ️ Was ist der SQL Server 2025 eigentlich?

SQL Server 2025 ist die aktuelle Version des relationalen Datenbankmanagementsystems von Microsoft. Sie dient zum Speichern, Verwalten und Analysieren großer Datenmengen für Unternehmensanwendungen und baut auf den Stärken früherer Versionen in den Bereichen Sicherheit, Leistung und Hochverfügbarkeit auf.

Neu hinzugekommen sind insbesondere integrierte KI-Funktionen, erweiterte Such- und Analysemöglichkeiten (z. B. für semantische und Vektor-Suchen), verbesserte Entwicklerwerkzeuge sowie eine engere Integration mit Cloud- und Hybridumgebungen wie Azure.

🆕 Welche Neuerungen gibt es bei der Lizenzierung vom SQL Server 2025?

Im Vergleich zu SQL Server 2022 wurden die grundlegenden Lizenzierungsregeln nicht verändert.

Unternehmen müssen daher weiterhin die seit 2022 geltenden Vorgaben beachten, insbesondere bei virtualisierten Umgebungen. Dazu gehört unter anderem, dass die Core-Lizenzierung virtueller SQL-Server nur in Verbindung mit aktiver Software Assurance (SA) oder einer entsprechenden CSP-Subscription zulässig ist.

👉 Welche SQL Server Editionen stehen zur Verfügung?

Microsoft bietet SQL Server 2025 hauptsächlich in zwei Editionen an:

SQL Server Standard

  • Geeignet für kleine und mittelgroße Datenbankumgebungen
  • Lizenzierung wahlweise per Server/CAL oder Core-Modell
  • Auch als OEM-Version erhältlich

SQL Server Enterprise

  • Für geschäftskritische Anwendungen und hohe Lasten konzipiert
  • Ausschließlich Core-basierte Lizenzierung
  • Voraussetzung für umfangreiche Virtualisierungsszenarien und unbegrenzte Virtualisierungsrechte in Verbindung mit SA oder CSP-Subscription

🛒 Welche Beschaffungsmodelle gibt es?

SQL Server kann über verschiedene Programme erworben werden:

  • OEM-Lizenzen
  • CSP-Dauerlizenzen (dauerhafte Lizenz über einen Beschaffer/Distributor)
  • CSP-Subscriptions (Abos über einen Beschaffer/Distributor)
  • Azure-basierte Subscription-Modelle
  • Open-Value-Verträge

🐧 Kann SQL Server auch unter Linux betrieben werden?

Grundsätzlich gelten die SQL Server-Lizenzen sowohl für Installationen unter Windows als auch unter Linux. Zusätzliche Linux-spezifische Lizenzen sind nicht erforderlich.

⁉️ Wie funktioniert die Lizenzierung in virtuellen Umgebungen?

Für virtuelle Maschinen oder Container gibt es grundsätzlich zwei Ansätze:

1️⃣ Core-Lizenzierung

Die Lizenzierung erfolgt anhand der zugewiesenen virtuellen Prozessorkerne (vCores). Voraussetzung ist eine aktive Software Assurance oder CSP-Subscription.

2️⃣ Server/CAL-Lizenzierung

Jede SQL-Server-Instanz benötigt eine Serverlizenz. Zusätzlich müssen alle Benutzer oder Geräte, die auf den Server zugreifen, über entsprechende CALs verfügen.

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ℹ️ Welche Lizenzmodelle stehen zur Auswahl?

1️⃣ Server/CAL-Modell

Dieses Modell eignet sich besonders für Umgebungen mit einer begrenzten Anzahl von Anwendern.

Erforderlich sind dabei:

  • Eine SQL-Server-Lizenz pro Server
  • Eine Zugriffslizenz (CAL) pro Benutzer oder Gerät

2️⃣ Core-Modell

Bei der Core-Lizenzierung werden die Prozessorkerne des Servers beziehungsweise die virtuellen Kerne einer VM lizenziert.

Wichtige Regeln sind hierbei:

  • Keine CALs erforderlich
  • Mindestlizenzierung von vier Cores pro Server bzw. VM
  • In virtuellen Umgebungen nur mit SA oder CSP-Subscription zulässig

⁉️ Sind SQL-Server-CALs versionsabhängig?

Die Version der CAL muss mindestens der Version des eingesetzten SQL Servers entsprechen. Eine neuere CAL darf auf ältere Server zugreifen, umgekehrt ist dies jedoch nicht zulässig.

✅ Welche Vorteile bietet Software Assurance grundsätzlich für die SQL Server Lizenzierung?

Software Assurance umfasst deutlich mehr als nur Versions-Upgrades.

Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:

  • Virtualisierungsrechte für SQL Server
  • Lizenzmobilität innerhalb von Serverfarmen
  • Rechte für passive Failover-Systeme
  • Unbegrenzte Virtualisierung bei entsprechender Enterprise-Lizenzierung
  • Weitere Zusatzrechte für bestimmte Einsatzszenarien

ℹ️ Was versteht man unter unbegrenzter Virtualisierung?

Unternehmen mit SQL Server Enterprise und aktiver SA oder CSP-Subscription können sämtliche physischen Kerne eines Hosts lizenzieren. Anschließend dürfen auf diesem Host beliebig viele SQL-Server-VMs oder Container betrieben werden.

Dieses Modell lohnt sich besonders in stark virtualisierten Rechenzentren mit vielen Datenbankinstanzen.

ℹ️ Was bedeutet Lizenzmobilität?

Ohne Software Assurance dürfen SQL-Server-Lizenzen in der Regel nur alle 90 Tage auf einen anderen Server übertragen werden.

Mit aktiver SA werden diese Einschränkungen deutlich gelockert. Dadurch können Workloads innerhalb einer Serverfarm flexibler verschoben werden. Zudem werden bestimmte Cloud- und Hosting-Szenarien unterstützt.

ℹ️ Wie werden Failover-Server lizenziert?

Für Hochverfügbarkeitslösungen gelten besondere Regeln: Verfügt die produktive SQL-Server-Instanz über aktive Software Assurance oder eine CSP-Subscription, können passive Failover-Instanzen unter bestimmten Voraussetzungen ohne zusätzliche Lizenzkosten betrieben werden.

Diese passiven Systeme dürfen jedoch keine produktiven Datenbank-Workloads ausführen. Zulässig sind beispielsweise Überwachungsaufgaben oder Backup-Prozesse.

⭐ Fazit - Wählen Sie die passende Lizenzierung individuell aus!

Die Wahl des richtigen SQL-Server-Lizenzmodells hängt maßgeblich von der Anzahl der Nutzer, dem Virtualisierungsgrad und den Anforderungen an Verfügbarkeit und Skalierbarkeit ab.

Während kleinere Umgebungen häufig mit dem Server/CAL-Modell wirtschaftlich betrieben werden können, profitieren größere und stark virtualisierte Infrastrukturen meist von einer Core-Lizenzierung in Kombination mit Software Assurance oder CSP-Subscriptions.

Alexander van der Steeg
Alexander van der Steeg Autor

CTO

Herr van der Steeg ist bei der EntekSystems als Chief Technology Officer für alle Belange der Produktentwicklung und technischen Konzeption verantwortlich.

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