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Einzelhandel und E-Commerce - Reibungsloser Betrieb durch IT-Asset-Management

Einzelhandels- und E-Commerce-Unternehmen sind auf den reibungslosen Betrieb digitaler Technologien und Dienste angewiesen.

Alexander van der Steeg
Alexander van der Steeg Veröffentlicht am 18.10.2022

Nur wenige Minuten Ausfallzeit können zu Millionen von Umsatzeinbußen und erheblichen Reputationsschäden führen. Damit Systeme und Services mit maximaler Effizienz betrieben werden können, um die Kundenerwartungen an nahtlose Erfahrungen zu erfüllen, ist eine vollständige Transparenz der gesamten IT-Infrastruktur erforderlich, die Ihr Unternehmen antreibt.

🔍 Automatischer Netzwerkscan – Immer ein Auge auf die IT

Ob automatische Inventarisierung mittels Netzwerk Discovery oder manuelle Inventarisierung Ihrer Assets sollte Ihr Tool der Wahl beide Optionen anbieten.

Die IT benötigt die Möglichkeiten auf der einen Seite schnell eingreifen zu können und manuell Einträge bearbeiten und verwalten zu können. Auf der anderen Seite sind große Netze mit tausenden Assets in unterschiedlichen Kategorien nicht mehr manuell zu verwalten. Hier muss über Scan-Satelliten in einem Netz oder in unterschiedlichen Sub-Netzen die Datengrundlage geschaffen werden.

Ergebnisse aus dem Netzwerkscan können übersichtlich eingesehen und freigegeben werden.

🚀 Skalierung als Schlüssel zum Erfolg – „Wieder ein neuer Laden“

Im Einzelhandel müssen in kurzer Zeit Standorte „ready to sale“ gemacht werden. Durch die hohen Mieten und unterschiedlichen Standortfaktoren ist ab Minute 1 der Kostendruck vorhanden und das Projektziel eigentlich immer zu kurzfristig.

Verkaufsevents, wie Cyber-Weeks oder der klassische Sommerschlussverkauf bedeuten, dass innerhalb des Ladens etwas umgebaut und neue Hardware kurzfristig an einem Standort ist. Diese standortgebundenen Assets werden aber nach dem Event wieder in den Kreislauf des Unternehmens zurückwandern und dort neue Verwendung finden.

In einem solchen Umfeld benötigt man in der IT die absolute Übersicht über Netze, Geräte und deren Daten, den IT-Prozessen zwischen Mitarbeitern und der IT-Abteilung selbst und der Verfügbarkeit von Diensten und Hardware.

Wenn die IT den Skalierungsprozess egal ob Verkaufsevent im Laden oder auch virtuell im Online-Shop durch z. B. Server unterstützen kann, wird die Wertschöpfung angehoben, ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz erzielt und das angestrebte Kundenerlebnis erreicht. Die IT ist für den klassischen Endkonsumenten immer unsichtbar, taucht aber als Schatten in unterschiedlicher Form quasi fast überall auf und hilft dem eigenen Unternehmen.

🚵‍♀️ Herausforderung – Die unterschiedlichen Dimensionen des Einkaufserlebnisses

Wenn in der heutigen Zeit ein Kunde in den Laden kommt, ist er schon vor Betreten des Ladens mit Technologie konfrontiert. Digitale Anzeige-Tafeln in den Schaufenstern oder auf dem Parkplatz präsentieren tagesaktuelle Anzeigen passend für den Standort und bringen somit die Lust zum Einkaufen.

Beim Betreten des Ladens werden Systeme aktiviert, die das Laufverhalten im Laden später analysierbar machen und somit den Kunden „besser verstehen“ sollen. Fragen, warum hat der Kunde diesen Gang gewählt oder das Produkt gekauft oder nicht angefasst, stehen im Fokus.

Im Laden selbst wird durch passende Musik, die zentral vom Unternehmen zusammengestellt wurde der Kunde in Kauflaune gebracht.

Der Einkaufsberater kann durch Tablets dem Kunden Ware aus dem Laden, aber auch passende Produkte aus dem Online-Shop zeigen und diese bei Bedarf auch nachbestellen und in den Laden oder zum Kunden direkt nach Hause liefern lassen.

Am Ende des Kaufprozesses kann der Kunde digital mit Kreditkarte, Paypal oder anderen Zahlungsmethoden einfach und nur per Kontakt bezahlen. Natürlich geht dies auch weiterhin mit Bargeld, welches über ein zentrales Kassensystem (Point of Sale – PoS) abgedeckt werden kann und direkt mit dem ERP-System verbunden ist.

Während oder nach dem Kauf kann der Kunde sich noch zum Newsletter oder anderen Kampagnen eintragen, um für mögliche neue Kaufangebote angesprochen werden zu können.

🏆 Was braucht die IT, damit der Einzelhandel & E-Commerce erfolgreich sein kann?

Schnelligkeit und Flexibilität sind zwei sehr wichtige Faktoren, die eine IT-Abteilung im Einzelhandel oder im E-Commerce erfüllen muss.

Schnelligkeit kann durch transparente Informationen erzielt werden. Innerhalb eines IT-Asset-Management-Tools sind die Informationen einfach und übersichtlich einsehbar, wodurch Zeit gewonnen und Fehler vermieden werden.

Heutzutage müssen die Tools genauso flexibel wie unser Alltag sein. Die Definition des eigenen Datenmodells für Ihr Unternehmen ist hierbei von entscheidender Bedeutung und führt auch zu verbesserten Prozessen auf allen Ebenen.

💪 Worst Case – Dauerhafte Stabilität ist der heilige Gral

Nichts ist im Einzelhandel oder im E-Commerce wichtiger als Stabilität. Kassensysteme oder gerade Online-Shops müssen rund um die Uhr funktionieren, da ansonsten keinerlei Umsatz gemacht werden kann.

Die Ausfallkosten für eine Stunde variieren je Unternehmen und deren Wertschöpfung. Dennoch gibt es genügend Fälle, in denen von wenigen Euros bis 100.000 Euro je Stunde Verlust erwartet werden kann. Somit gilt es per se die Stabilität eines Gesamtsystems mit physischer Infrastruktur, Netzwerk, Cloud und Co. auf einem hohen Level zu halten.

Der Umsatzausfall selbst ist hierbei ein Faktor, genauso wie entfallene Arbeitszeit durch nicht verfügbare Mitarbeiter oder ein negatives Kundenerlebnis im Laden durch ausgefallene Kassen oder einen langsamen oder nicht erreichbaren Online-Shop.

Somit ist jede Maßnahme, die die Stabilität erhöht und auf einem hohen Level absichern kann durch die IT anzugehen!

Michael Kostka, Geschäftsführer der EntekSystems GmbH

Durch ein IT-Asset-Management-Tool hat man die Möglichkeit auf auslaufende Verträge, die Verfügbarkeit von Hardware, aber auch fehlende Kapazitäten an Lagerartikeln hingewiesen zu werden. Durch proaktives Handeln kann man die Verfügbarkeit von Mitarbeitern optimieren, immer genügend Software-Lizenzen vorhalten oder die passenden Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu nutzen.

📆 Cyber Week, Weihnachten und Co.

Das Thema Skalierung bedarf aber nochmal einer genaueren Beleuchtung! – Gerade das Online-Geschäft ist durch besondere Verkaufsevents geprägt, welche nur auf sehr wenige Tage im Jahr entfallen.

Die klassischen Events sind die Cyber Week (meist Ende November und bekannt durch Amazon) oder die Weihnachtszeit in jedem Jahr. Allein im Jahr 2021 wurde im Weihnachtsgeschäft in Deutschland ein Umsatz von 111,7 Mrd. Euro gemacht, was einem Anteil von 18,9% des gesamten Umsatzes entspricht.

Der Online-Umsatz separat betrachtet, betrug 23,1 Mrd. Euro und ist somit eine wichtige Säule für jedes Unternehmen.

Die IT muss hierbei priorisiert durch Ihre Tools in gewissen Hochphasen sehr starke Serverlast abfedern können und bei späterem Abflauen die Ressourcen (meist in der Cloud) wieder freigeben, um nicht den Kostenblock zu stark zu erhöhen.

🎯 Fazit

Schnelligkeit, Stabilität, Flexibilität und Skalierung sind die relevanten Keywords für den Einzelhandel und E-Commerce. Alle vier Faktoren unterschiedlich je nach Branche und Unternehmen gewichtet, müssen durch die IT abgedeckt, gehegt und gepflegt werden.

Wenn Systeme 24/7 ohne Störung verfügbar sind, flexibel auf Anforderungen der Mitarbeiter und Geschäftsführung reagiert werden kann und je nach Bedarf die Systeme hoch- oder runterskaliert werden können, hat die IT Ihren Job voll erfüllt.

Bis man solche Aussagen treffen kann, ist es meist ein weiter Weg und die IT auf jeden Fall auf die Tool-Unterstützung (z. B. bei IT-Asset-Management) angewiesen.

Alexander van der Steeg
Alexander van der Steeg Autor

CTO

Herr van der Steeg ist bei der EntekSystems als Chief Technology Officer für alle Belange der Produktentwicklung und technischen Konzeption verantwortlich.

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