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Inventarverwaltung: Bessere Kreislaufwirtschaft durch Technologie

Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit sind wichtige Begriffe, die aber grundsätzlich schwierig umsetzbar sind. Eine Inventarverwaltung kann hierbei unterstützen und die ersten Schritte vereinfachen.

Alexander van der Steeg
Alexander van der Steeg Veröffentlicht am 13.06.2023

🤝 EntekSystems erkennt die Notwendigkeit von der gesamten Kreislaufwirtschaft an und hat dafür praktikable Lösungsansätze

Der IT-Lifecycle ist die Grundlage für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. – Ohne Daten, Prozesse und Standards können keine Mehrwerte gewonnen und für eine Verringerung des ökologischen Fußabdrucks genutzt werden.

Michael Kostka - CEO EntekSystems

Wir leben alle auf einem Planeten und haben die gleichen Umweltbelastungen zu (er-)tragen. Eine ökologisch saubere Zukunft ist nicht nur ein Wunsch sollte auch ein Bestreben jeden Einzelnen sein, da die Umweltbelastungen und die Ausbeutung von Mitarbeitern in unserer Zeit sehr negative kritische Themen sind.

Mehr Infos zu diesem Themenkomplex haben wir zusammengestellt:

Mittels eine Inventarverwaltung kann an vielen Stellen direkt Einfluss auf wichtige Punkte und eine wesentliche Verlängerung des Asset-Lebenszyklus genommen werden.

💻 Wo entsteht der größte Teil des CO2 in der IT?

Der größte CO2-Emittent innerhalb der IT-Funktion sind nicht die Rechenzentren vor Ort, sondern die Herstellung und Betrieb aller Endgeräte der Mitarbeiter wie Laptops, Tablets, Smartphones und Drucker. Diese Endnutzergeräte erzeugen weltweit 1,5 bis 2 Mal mehr CO2 als Rechenzentren.

Quelle: https://de.statista.com/infografik/27216/co2-emissionen-durch-informationstechnik-in-deutschland-pro-kopf/

Allgemein würde man denken, dass die Rechenzentren den größten Teil der CO2 Emissionen ausmachen. Dem ist aber nicht so, wie ein Bericht aus dem Jahr 2022 von Mc Kinsey aufzeigt, sondern der größte Einfluss ist in der Herstellung und dem Betrieb der Mitarbeiter Hardware.

🚛 Komplexität der Lieferkette – Hohe Anforderungen an nachhaltige Produkte

Aktuelle Lieferketten können die Anforderungen an die Nachhaltigkeit nicht in der Form umsetzen, wie es notwendig wäre. Die Lieferkette eines Produktes beinhaltet jeden Schritt vom Rohstoff, über das Design bis zur Fertigung und der finalen Lieferung an den Endkunden.

Somit muss der gesamte Lebenszyklus des Produkts berücksichtigt und alle Unternehmen eingebunden werden:

  • Produktdesign
    Langlebige Produkte müssen auf Basis von hochwertigen Rohstoffen vorgeplant werden. Wiederverwendbare Teile mit der Möglichkeit zur Reparatur sind von Anfang an einzuplanen. Einfaches Produktdesign hilft zudem Verschleiß zu minimieren und zeitgleich den Nutzen zu erhöhen.

  • Beschaffung der Rohstoffe
    Woher kommen die Rohstoffe für das Produkt und unter welchen Bedingungen wurden diese gewonnen? Dies sind die zentralen Fragen, da die Nachhaltigkeit keinen Raubbau an der Natur, keine Kinderarbeit und keine Ausbeutung in jeglicher Form akzeptiert.

  • Vorproduktion von Teilen
    Nicht alle Teile werden von einem Hersteller gebaut, sondern in der Regel werden die Teile von sehr vielen Unternehmen an unterschiedlichen Standorten vorproduziert. Die Produktion dieser Teile muss ebenso innerhalb der Lieferkette eingerechnet und bewertet werden.
    Welche Kriterien kann das Sub-Unternehmen hier einhalten und wie wird mit Mitarbeitern und der Umwelt unter welchen (gesetzlichen) Mindeststandards umgegangen?

  • Herstellungsprozess und finale Fertigung
    Das Produkt wird mit den vorproduzierten Teilen und weiteren wichtigen Komponenten zu einem Produkt verbaut. Wie viel Energie wird eingesetzt? Werden die Stoffe umweltgerecht eingesetzt und entsorgt? Wird effizient und nach hohen Standards gefertigt und damit Mitarbeiter und Umwelt entlastet?

  • Lieferung an den Großhandel
    Produkte kommen in der Regel zuerst in den Großhandel und werden von diesem an die Endkunden ausgeliefert. Findet eine Auslieferung ökologisch sinnvoll mit dem Schiff anstatt mit dem Flugzeug statt? Wie

  • Lieferung an den Endkunden
    In anderen Fällen wird das Produkt auch direkt an den Endkunden geliefert. In solchen Fällen gelten die gleichen Regeln: Schiffstransport ist gegenüber dem Transport mit dem Flugzeug zu bevorzugen. Noch besser ist die Ware vor Ort auslieferbar verfügbar zu haben.

  • Support und Wartung (Reparatur)
    Gibt es überhaupt einen Support und eine Wartungsmöglichkeit für das Produkt vom Hersteller oder von anderen Dienstleistern am Markt? Ist das Produkt überhaupt zu reparieren oder muss sofort ein Austausch erfolgen? – Die Verlängerung des Lebenszyklus des Produkts steht im absoluten Fokus dieses Themas.

  • Entsorgung am Ende des Produktlebens
    Jedes Produkt muss irgendwann entsorgt werden. Klare Regeln zur Entsorgung und Rücknahme helfen hier die Umweltbelastung zu senken. Zudem ist die gezielte Rückführung von Hardware sehr wichtig, um die Rohstoffe in den Produkten wiedergewinnen zu können.

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🔧 Technische Herausforderungen – Welche Innovation wird für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft benötigt?

Um neue Produkte zu entwickeln oder bestehende Produkte besser machen zu können, benötigt man meist neue Technologien. Bei der Kreislaufwirtschaft müssen neuartige Produktions- und Fertigungsverfahren zur Entlastung der Umwelt eingesetzt, getestet und in hoher Skalierung später ausgerollt werden.

Da diese Innovation oft nur durch Forschung und interne Entwicklungen erlangt werden können, wird neben dem Ideenreichtum auch ein ausreichendes Budget benötigt. Durch das zusätzliche Kapital können Technologien um ein Vielfaches schneller zur Produktreife gebracht werden.

Unsere Empfehlungen aus vielen Kundenprojekten sind:

  • Fokus: Jede Technologie nutzbringend und zielführend einsetzen
  • Schnelligkeit: 80/20-Prinzip bringt Performance und direkte Erfolge
  • Breiter Einsatz: Integration von unterschiedlichen Benutzergruppen schafft Akzeptanz
  • Kommunikation: Besprechen Sie Einfluss, Veränderung und die nachhaltige Verbesserung für die einzelnen Personengruppen

🏭 Wirtschaftliche Hindernisse – Wie geht man mit den (initial) höheren Kosten um?

Der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft geht meist mit höheren initialen Kosten einher. Da die Umstellung auf nachhaltigere Produkte durch z. B. neues Produktdesign und die passenden Entsorgungskonzepte Nachteile gegenüber dem Wettbewerb bringt, müssen Unternehmen sich an anderen Stellen überlegen, wo Sie diese aktuellen Nachteile ausgleichen können.

Maßgeblich ist also die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, die auf unterschiedlichen Ebenen erreicht werden kann:

  • Verfügbarkeit von Informationen und Schaffung einer 360 Grad Datenbasis
  • Bessere Daten für verknüpfte Prozesse und Einführung von Standards
  • Möglichkeiten der Daten-Konsolidierung zur Straffung von Datensilos
  • Optimierung der flexiblen Zusammenarbeit abteilungs- und themen-übergreifend
  • Schaffung und Veränderung des Mindsets hin zu einem gemeinsamen Verständnis von Themen und Projekten
  • Einführung von Automatismen innerhalb der Branchen zwecks 24/7 Konzepten, Logistik- und Maschinen-Szenarien und hochwertiger Technologien

🧠 Kulturelle und verhaltensbezogene Faktoren – Was für einen Mindset benötigt man?

Damit Produkte in ausreichendem Maße langlebig sind, muss auch der Mitarbeiter im Unternehmen passend damit umgehen. Wenn mit Hardware sorgsam umgegangen wird und z. B. externe Peripherie an Notebooks angeschlossen wird, damit die Tastatur, Kamera und Chassis geschont werden, wird die Lebenszeit direkt verlängert.

Folgende Fragen sollten im Unternehmen daher gestellt werden:

  • Welche Maßnahmen rechnen sich im Unternehmen, damit die Hardware länger genutzt werden kann?
  • Wie können die Mitarbeiter für einen bewussten Umgang mit Hardware sensibilisiert werden?
  • Um wie viel kann die Produktlebenszeit insgesamt angehoben werden (z. B. 1 Jahr im Schnitt bei Notebooks oder 3-4 Jahre bei Servern)?
  • Kann die längere Lebensdauer auch dokumentiert werden? Können die sinkenden Kosten transparent gegenüber dem Top-Management gemacht werden?
  • Welchen Einfluss haben diese Maßnahmen auf die Nachhaltigkeit und was ist es dem Unternehmen Wert dies durchzusetzen?

📃 Fazit – Wie können Hindernisse im Aufbau der Kreislaufwirtschaft durch eine Inventarverwaltung minimiert werden?

🤖 Kreislaufwirtschaft ohne Daten ist nicht möglich

Was man nicht messen kann, kann man nicht lenken

Peter Drucker – Amerikanischer Ökonom (1909 – 2005)

Die Komplexität unserer Welt kann durch Daten sehr gut abgebildet werden. Dies gilt auch bei der Kreislaufwirtschaft so und kann durch die Daten, die im Rahmen einer Inventarverwaltung gewonnen werden, unterstützt werden.

Einige Beispiele, die diesen Zusammenhang verdeutlichen:

  • Welche Mitarbeiter verwenden welche Hardware und müssen angesprochen werden, wenn ein Austausch oder eine Reparatur durchgeführt werden muss?
  • Welche Bestellungen existieren schon, um überflüssige Doppelungen bei der Hardware zu vermeiden?
  • Welche Hardware kann eventuell an Mitarbeiter übergeben oder an einen Refurbisher weitergeleitet werden?

Die Beispiele zeigen klar auf, dass unterschiedliche Daten sehr viele Szenarien zum Wohle der Natur ermöglichen können. Der zentrale Ansatz sind Daten, deren breite Nutzung und der klare Fokus auf die Wiederverwendung und langjährige Nutzung von Mitarbeiter Hardware.

Zusammenarbeit – Daten als Grundlage für gutes Teamwork

Menschen benötigen neben Funktionalitäten zuerst hochwertige Daten. Daten ermöglichen es dem Einkauf die Bestellungen einzusehen, der IT-Abteilung die Hardware im nötigen Maße zu verwalten und dem Top-Level-Management die passenden Reports zu erstellen.

Der 360-Grad-Blick ermöglicht, dass die Abteilungen zusammen am Asset aus der jeweiligen Sicht arbeiten können:

  • IT-Abteilung: Wie kann man effizient, kostennachhaltig und im Sinne der Kreislaufwirtschaft die Hardware verwalten?
  • Einkauf: Wie bestellt man die passende Menge, um Kosten zu sparen und nachhaltig auch im Sinne der Natur zu handeln?
  • Management: Wie können ESG-Richtlinien eingehalten werden und wie kann dies bei der IT-Hardware ebenso berücksichtigt werden?
  • Mitarbeiter: Wie kann man das eigene Verhalten durch die passenden Dokumente und Schulungen zu einem nachhaltigen Umgang sensibilisieren?

✅ Automatismen – Langes Produktleben zum Wohle der Natur

Automatismen helfen Ihnen die Support- und Wartungstermine einzuhalten und somit Hardware langfristig nutzen zu können. Durch Benachrichtigungen können feste Fristen eingehalten und übersichtlich den passenden Mitarbeitern mitgeteilt werden. Somit können einzelne Personen, aber auch ganze Teams an den unterschiedlichen Aspekten solcher Wartungstermine partizipieren und das Beste aus jedem Asset herausholen.

Die Konsequenz dessen ist, dass z. B. Laptops ein oder zwei Jahre länger in Betrieb sein können, technische Anlagen weniger Energie verbrauchen oder einen geringeren Verschleiß aufweisen und am Ende die Umwelt geschont wird.

Durch weniger Bestellungen und weniger Ersatzteile, die nachgehalten werden müssen und einen geordneten Prozess werden Kosten gespart und ein nachhaltiges Verhalten in alle Unternehmensbereiche gebracht.

Alexander van der Steeg
Alexander van der Steeg Autor

CTO

Herr van der Steeg ist bei der EntekSystems als Chief Technology Officer für alle Belange der Produktentwicklung und technischen Konzeption verantwortlich.

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