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Inventarverwaltung Barcode vs. RFID

Herkömmlicher Barcode oder RFIDs? Wir zeigen Ihnen Vor- und Nachteile der beiden gängigen Lösungen.

Frank Kister
Frank Kister Veröffentlicht am 04.08.2021

Nachdem wir im letzten Artikel allgemein über die Auswahl der passenden Etiketten bei der Inventarverwaltung gesprochen haben, möchten wir hier nochmal den direkten Vergleich zwischen Barcode und RFID ziehen.

Technik Barcode

Die Barcode Technik ist relativ simpel und geht bis ins Jahr 1949 zurück. Dabei wird eine Zahlen- und / oder Buchstabenfolge in unterschiedlich breite und voneinander entfernte vertikale Striche kodiert.

Hierdurch werden die Daten sehr leicht für maschinelle Scanner lesbar. Hierzu ist lediglich eine Sichtverbindung zwischen Scanner und Barcode notwendig.

Zusätzlich wird bei den meisten Labels zusätzlich die kodierte Zeichenkette nochmals in Klarschrift abgedruckt, sodass der Code auch von einem Mitarbeiter an der Supporthotline erfragt werden kann.

Technik RFID

Bei RFID handelt es sich um ein elektromagnetisches Verfahren zur berührungslosen Identifizierung.

Der Transponder (auch RFID-Tag genannt) befindet sich dabei auf dem zu scannenden Objekt und fungiert einfach gesagt als Empfänger für das Lesegerät (auch Reader genannt).

Sobald das Lesegerät ein entsprechendes Signal aussendet, reagiert der RFID-Tag / Transponder per eingebautem Mikrochip auf dieses Signal und sendet darüber die gespeicherten Daten.

Am weitesten verbreitet sind die passiven RFID-Tags. Man kennt sie z.B. von Schlüsseln, Zutrittskarten, etc. Diese kommen ohne jegliche Stromversorgung aus. Die notwendige Spannung erhalten diese durch das Signal des Lesergerätes. Die Reichweite ist damit auf 1cm begrenzt. Durch den Einsatz von Mikrowellensendern kann diese auf 1m ausgedehnt werden.

Mythen zu RFIDs

In vielen Köpfen herrscht noch der verbreitete Irrglaube, mittels RFID Tags auch in einem Serverrack eingeschlossene Hardware aus der Ferne erfassen zu können. Diese Auffassung geht auch soweit, dass viele Kunden davon ausgehen „im Vorbeilaufen“ Geräte per Scanner zu identifizieren.

Wer möchte mit einem Mikrowellensender auf elektromagnetisch empfindliche Geräte losgehen?

Weiterhin glauben wir kaum, dass man bei ca. 1000 Geräten in einem durchschnittlichen Unternehmen jedes Gerät mit einem aktiven RFID-Tag versieht. Die Kosten hierfür liegen im 4 stelligen Bereich.

Kosten

Letztlich wird die Entscheidung meist unten Rechts auf dem Angebot getroffen – dem Preis.

Während einfache, passive RFID-Tags mittlerweile relativ günstig zu haben sind, ist der Preis der Lesegeräte aufgrund der eingesetzten Technik noch deutlich höher.

Die Kosten für ein Barcode Etikett bewegen sich im Cent-Bereich und auch gute Lesegeräte sind günstiger als RFID Lesergeräte.

Fazit

Während sich RFIDs sicherlich im größeren Logistik- oder Produktionsbereich eignen, stellt aus unserer Sicht der Barcode für gängige Inventarisierungsgüter nach wie vor die beste Lösung dar.

Vom Mythos Geräte mittels RFID wie von Geisterhand zu inventarisieren sollte man sich lösen. Für diese Bereiche ist eine automatische Inventarisierung – z.B. mittels Netzwerkscan – notwendig und der bevorzugte Weg.

Frank Kister
Frank Kister Autor

Mitglied der Geschäftsleitung

Herr Kister ist bei uns für das gesamte Projektmanagement und den Bereich Sales sowie Finanzen zuständig.

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